Der Gesetzgeber betrachtet den Glücksspielbereich kritisch, doch erzielt der Staat dadurch Milliarden an Steuereinnahmen. Geht es um die Gesetzgebung, herrscht ein großes Durcheinander, eine Grauzone ist die Folge.

Steuereinnahmen auf hohem Niveau

Im Jahr 2014 wurde mit Glücksspielen in Deutschland ein Bruttospielertrag von 9,64 Milliarden Euro erwirtschaftet. Statistiken sprechen eine eindeutige Sprache, so wurden 2010 in allen Branchen 3,3 Milliarden Euro, im Jahr 2014 in der Automatenwirtschaft 1,12 Milliarden Euro und im Jahr 2014 bei Pferdewetten, Sportwetten und Lotto 1,67 Milliarden Euro an Steuern eingenommen. Von den Steuereinnahmen profitieren vor allem die Länder.

Steuerpflicht bei Glücksspielen

Die Frage, wie es mit der Steuerpflicht bei Glücksspielen aussieht, ist nicht so einfach zu beantworten. Gewinne aus Glücksspielen sind für den Spieler steuerfrei. Eine Steuer wird erhoben, wenn das Finanzamt von der Leistung des Gewinners ausgeht. Eine Einkommenssteuer gilt auf

  • Lotterien
  • Spielautomaten
  • klassischen Glücksspielen
  • Sportwetten

nicht, doch fallen Abgaben an. Bei Lotterien muss eine Lotterieabgabe von 20 Prozent des Spieleinsatzes gezahlt werden, bei Sport- und Rennwetten beträgt die Abgabe 5 Prozent des Einsatzes. Auf Spielautomaten fällt eine Vergnügungssteuer an, die je nach Kommune unterschiedlich ist. Die Steuer wird oft direkt vom Glücksspielanbieter erhoben.

Grauzone beim Glücksspielsektor

Mit dem Glücksspielstaatsvertrag hat die deutsche Regierung 2008 die Rechtslage an die neue Situation durch Online-Glücksspiele angepasst. Mit dem Glücksspieländerungsstaatsvertrag von 2012 wurden einige Änderungen vorgenommen, denn Lottospiele dürfen online angeboten werden; im Rahmen der Experimentierphase dürfen private Sportwetten-Anbieter sieben Jahre lang ihr Geschäft betreiben. Eine juristische Grauzone ist eingetreten, da das Vergabeverfahren von Konzessionen durch Gerichtsverhandlungen stockte. Spieler sollten darauf achten, dass der Anbieter über eine EU-weit gültige Lizenz verfügt. Wichtig ist auch, dass der Anbieter mit Spielerschutz-Organisationen zusammenarbeitet.

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