Bei jungen Menschen ist beim Glücksspiel ein deutlicher Trend ersichtlich: Junge Männer spielen wesentlich häufiger als junge Frauen. Besonders gefährdet, spielsüchtig zu werden, sind sozial schwache junge Männer, die keine Arbeit haben und daher die Zeit mit Glücksspiel verbringen. Die Verlockung, um Gewinne zu zocken, ist groß. Die Lotto-Gesellschaft Baden-Württemberg hat jetzt reagiert und ein Projekt ins Leben gerufen, das bundesweit neu ist.

Präventionsprogramm für junge Männer

Das Präventionsprogramm, das von der Lotto-Gesellschaft Baden-Württemberg entwickelt wurde, ist bundesweites Neuland. Es ist speziell auf junge Männer zugeschnitten, die sozial schwach sind. Diese Zielgruppe ist gemäß Marion Caspers-Merk, der Geschäftsführerin der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg, nicht mit allgemeinen Botschaften erreichbar. Hinweise wie „Glücksspiel kann süchtig machen“ reichen bei den sozial schwachen jungen Männern nicht aus, wie Caspers-Merk erst kürzlich in Stuttgart betonte.

Workshop für die Jugendberufshilfe

Das Präventionszentrum „Villa Schöpflin“ entwickelte für die Jugendberufshilfe das Projekt „Joker“. Es handelt sich bei diesem Projekt um

  • Workshop für Jugendliche
  • integrierte Smartphone-App

Die meisten jungen Männer nutzen ein Smartphone, daher kann die Smartphone-App des Projekts Joker hilfreich sein. Im Workshop werden den Teilnehmern die Gefahren einer Spielsucht vermittelt, die Teilnehmer können sich untereinander austauschen. Im September soll dieses neue Projekt an den Start gehen. Der Erfolg dieses Projekts muss sich zeign.

Spielverhalten bei jungen Männern

Bei jungen Männern im Alter von 21 bis 25 Jahren ist die Gefahr, spielsüchtig zu werden, besonders groß. Männer in dieser Altersklasse zeigten am häufigsten ein problematisches oder sogar pathologisches Spielverhalten. Die Quote derjenigen, die bereits spielsüchtig sind, liegt in dieser Gruppe bei 2,7 Prozent. Es gilt daher, die entsprechenden Maßnahmen zu treffen, um einer Spielsucht bei diesser Gruppe vorzubeugen.

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