Ein Spielhallenbetreiber aus Offenburg manipulierte seine Automaten, die Umsätze sollten damit geschmälert werden, damit die Steuern beim Finanzamt niedriger ausfallen. Für die Spieler ist dies sehr ärgerlich, denn sie wurden betrogen. Mit einem manipulierten Adapter konnte er die Automaten auslesen und die Umsatzhöhe niedriger ausfallen lassen. Vor dem Gericht wurde der türkischstämmige Spielhallenbetreiber verurteilt, er muss eine Geldstrafe zahlen in Höhe von 930.000€, dazu bekam er noch eine Bewährungsstrafe. An den Staat führte er eine Summe in Höhe von 180.000€ nicht ab.

Wie kam es dazu, dass die ganze Sache aufgeflogen ist? Kleine Cent Beträge waren schuld daran. Wie bereits zuvor schon erwähnt konnte sich der Unternehmer mit einem Adapter, mit welchem die Geräte ausgelesen werden, an den Automaten bedienen. Auf diese Art konnte er seine Umsätze senken um bis zu 30%. 659 Mal senkte er auf diese Weise seine Umsätze, die Einnahmen fielen so niedriger aus.

Im vergangenen Jahr fand dann eine Betriebsprüfung statt, bei welcher den Beamten auffiel, dass sich zwar 10-Cent-Beträge auf den Auslesestreifen befanden, aber keiner der Spielautomaten konnte 10-Cent-Stücke auswerfen. Die Beamten merkten schnell, dass dort einiges nicht mit rechten Dingen zuging und übergaben den Fall an die Steuerfahndung und dann kam es auch schon zu einer Durchsuchung, bei welcher 600.000€ Bargeld sichergestellt wurden. In einem Schließfach wurden weitere 230.000€ gefunden.

Bei der Strafbemessung gingen sie davon aus, dass ein Automat im Monat Umsätze macht in Höhe von 4.900€. Laut seiner Aussage wäre der Beklagte bedroht worden von der Konkurrenz und von seinem Vermieter, auch wäre er spielsüchtig. Mit dem Geld wollte er sich einen Konkurrenzschutz erkaufen. Es kann nicht bestätigt werden, ob an der Aussage des Spielhallenbetreibers etwas Wahres dran ist.

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