In der aktuellen Spiegel-Ausgabe liest man von Paul Gauselmann. Paul Gauselmann soll Ali T. überredet haben Novomatic-Spielautomaten zu manipulieren. Das ganze muss vor acht Jahren gewesen sein. Das österreichische Unternehmen Novoline gehört zu Gauselmanns größten Konkurrenten. In der Spielautomatenbranche ist Ali T. sehr bekannt, er kann Automatenspiele manipulieren, er entdeckt Lücken in Softwarefehler. Dies machte er zu seinem Beruf. Nun sitzt Ali T. in Untersuchungshaft, wegen Computerbetruges.

Die Kooperation von Gauselmann und Ali T. besteht schon seit Jahren. Ali T. überprüfte bereits in den 80er Jahren Gauselsmann Merkur Spielautomaten auf Fehler. Ziel dieser Überprüfung war, dass an den eigenen Spielautomaten Fehler ausgeschlossen werden können. Daran ist ja nichts auszusetzen. Jedoch ist es eine Straftat, wenn die Fehler genutzt werden zum Manipulieren. Das Gespräch, mit dem Auftrag, zwischen Gauselmann und Ali T. soll laut der Zeitschrift Spiegel mitgeschnitten worden sein. Sollte der Auftrag erfolgreich sein, würde er eine Belohnung in Höhe von 750.000€ erhalten.

Gauselmann könnte wegen einer Sache in Schwierigkeiten geraten, mit der SMS. Mit einer SMS wurde eine Botschaft verbreitet, in dieser SMS stand: „Sehen Sie nur zu, dass wir Novoline plattmachen“. Gauselmann bestreitet diese Vorwürfe bislang, er sagt lediglich, dass es ihm um den Schutz der Verbraucher und die Sicherheit des Spiels ging. Vor Jahren forderte Ali T. von Gauselmann 2 Millionen Euro, Gauselmann wollte jedoch nicht zahlen, daraufhin reichte die Firma A.T. Manipulationsschutz eine Klage ein beim Landgericht Bielefeld.

Es konnte sich außergerichtlich geeinigt werden. Über das Einschreiten von Beamten freut sich das Novomatic Unternehmen, welches sich in der Opferrolle sieht. Es wird erneut brisant, denn Ali T. arbeitete auch für Löwen Entertainment, eine Novomatic-Tochter. Der Automatenprüfer soll nicht ganz ohne sein, erst entdeckte er in den Automatenspielen Fehler, dann brachte er für Geld die Software in Umlauf, mit welcher Manipulation betrieben werden konnte. Spielhallenbetreiber und Spieler waren Abnehmer dieser Software.

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es noch dauern, bis es zu einer Entscheidung kommt. Erhärten sich die Vorwürfe gegen Gauselmann, muss er seine Ämter als Vorstandsmitglied in der Automatenwirtschaft und als Vorsitzender im Verband der Deutschen Automatenindustrie ablegen.

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