Nach Angaben der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler (CDU) sind in Deutschland ungefähr eine halbe Million Menschen spielsüchtig. Das Glücksspielverhalten dieser Menschen ist pathologisch oder problematisch.

Spielsucht in Deutschland

Bei den Spielsüchtigen in Deutschland handelt es sich meistens um

  • junge Männer
  • Arbeitslose
  • Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss

Von den Bundesländern werden neue Regelungen gefordert. Ein besonderes Risiko der Abhängigkeit besteht in Spielhallen und Kneipen an den Spielautomaten. Auch Internet-Casinos, Poker im Internet und Online-Sportwetten beinhalten eine hohe Suchtgefahr. Die Drogenbeauftragte sieht eine besondere Gefahr im Internetspiel; ihrer Meinung nach sind junge Männer mit ausländischen Wurzeln besonders gefährdet. Auch bei Langzeitarbeitslosen und Menschen mit einem niedrigen Bildungsniveau schätzt die Drogenbeauftragte die Suchtgefahr hoch ein. Besonders Männer im Alter von 18 bis 20 Jahren spielen heute viel intensiver als vor einigen Jahren.

Die Regelung in Deutschland

Am Dienstag begann der erste Bundeskongress zum Glücksspielwesen in Berlin, Experten beraten an zwei Tagen über Glücksspiel und gesetzliche Vorgaben. In Deutschland ist das Glücksspiel gesetzlich geregelt, die Bundesländer sind für die Vorgaben zuständig. Der Glücksspielstaatsvertrag wird immer schärfer kritisiert, denn er stockt die Vergabe von Online-Lizenzen und behindert den Kampf gegen illegales Online-Glücksspiel.

Neue Regelungen gefordert

Marlene Mortler fordert neue Regelungen in Deutschland und appelliert an die Bundesländer, endlich ihrem Auftrag zur Regulierung der Glücksspiele gerecht zu werden und entsprechende Lösungen zu finden. Von den Richtern am Europäischen Gerichtshof wurden die bisherigen Regelungen in Deutschland bemängelt, die nicht mit dem EU-Recht konform sind. Die Regeln für das Konzessionsverfahren müssen dringend überarbeitet werden. Zum Schutz der Spieler müssen rechtsfreie Räume vermieden werden. Die Drogenbeauftragte fordert eine schnellstmögliche Schließung der bestehenden Regelungslücken.

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