Die Gibraltar Wetten und Gaming Association hat nun eine Beschwerde vor dem europäischen Gerichtshof eingereicht. Die Beschwerde richtet sich gegen die ungleiche Behandlung der britischen Steuergesetze in Bezug auf die iGaming Branche.

Die Besteuerung in Großbritannien

Vor dem europäischen Gerichtshof wurde nun Beschwerde zum Schutz von privaten Anbietern eingereicht, die sich gegen eventuelle exorbitant hohe nationale Besteuerungsmaßnahmen, wie sie gerade in Großbritannien stattfindet. Mr. Charles, der zuständige Richter vor dem europäischen Gerichtshof kam zu dem Schluss, dass das britische Finanzgesetz in Bezug auf das Online Glücksspiel aus dem Jahr 2014 möglicherweise mit dem EU-Recht im Konflikt steht. Somit wird diese Angelegenheit nun vor dem europäischen Gerichtshof verhandelt.

Das britische Steuergesetz im Detail

Die Reform des in Frage stehenden britischen Steuergesetzes änderte die Rechtslage so, dass die ausländischen Glücksspiel Betreiber nunmehr auch für die angebotenen Produkte und Dienstleistungen in Großbritannien dort Steuern abführen müssen. Diese Steuern würden zusätzlich zu denen im jeweiligen Herkunftsland der Betreiber anfallenden Steuern. Die britische Regierung hoffte, durch diese Maßnahme etwa 300 Mio. Pfund pro Jahr zusätzlich einnehmen zu können. Allerdings könnte sich für die Betreiber durch diese Abgabe eine doppelte Steuerbelastung ergeben. Die Angelegenheit selbst stammt bereits aus dem Oktober 2014, als die GBGA einen Antrag auf eine gerichtliche Überprüfung durch das höchste Gericht in Großbritannien beantragte. In den Augen der GBGA handelte es sich hierbei um Diskriminierung sowie die Einschränkung der Dienstleistungsfreiheit und stehe somit im Konflikt mit den Gesetzen und den Arbeitsweisen der Europäischen Union. Die EU sieht ihrerseits in dieser Angelegenheit einen klaren Präzedenzfall für die Parameter der Besteuerung. Immer noch besteuern die einzelnen EU-Länder die ausländischen Betreiber völlig willkürlich.

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