Der FC Bayern München ist Champions-League-Sieger. Arjen Robben erzielte kurz vor Schluss den entscheidenden Treffer zum 2:1.

Der FC Bayern München hat im dritten Anlauf innerhalb von vier Jahren endlich sein Ziel erreicht. Die Mannschaft von Jupp Heynckes sicherte sich in einem brisanten Endspiel im Londoner Wembley-Stadion den begehrten „Henkelpott“.

Dabei sah es anfangs alles andere als gut aus für die Bayern. Die ersten Spielminuten gingen klar an den BVB. Sie dominierten die Partie vom Anpfiff weg und ließen die Münchener kaum am Spiel teilhaben. Manuel Neuer musste sich beinahe öfter auszeichnen, als in allen vorhergegangenen Partien. Den Dortmundern wollte das Führungstor allerdings nicht gelingen. Nach einer halben Stunde fand der deutsche Rekordmeister in die Spur. Dortmund tat sich nun schwer und wirkte etwas erschöpft vom anfänglichen Pressing. Nun war Roman Weidenfeller gefordert und er hielt die Null bis zur Pause fest.

Nach dem Seitenwechsel blieben die Mannschaften unverändert. In der 60. Minute zog Frank Ribery drei Gegner an der Strafraumgrenze auf sich und steckte den Ball auf den unbewachten Robben weiter. Der Niederländer spielte in die Mitte, wo Mario Mandzukic einschussbereit lauerte: 1:0! Wer jetzt glaubt, Dortmund sei geschlagen, der irrt. Marco Reus führte die Kugel in den Strafraum. Dante foulte den Angreifer mit einem Tritt in den Bauch. Der Schiedsrichter zeigte folgerichtig auf den  Elfmetermeterpunkt, aber das fällige Gelb-Rot für den bereits verwarnte Brasilianer blieb aus. Gündogan tritt an und verlädt neuer zum 1:1. Danach hatten beiden Mannschaften die Chance zur Führung. Die größte hatten die Bayern, doch Neven Subotic konnte den Ball gerade noch von der Linie kratzen. Ein Minute vor Schluss war es ausgerechnet Robben, der noch im Vorjahr vom Punkt versagte, der nach einer Vorlage den Schlusstreffer markierte.

Nach dem Finale ist vor dem Finale. Schon am kommenden Samstag können die Bayern das Triple perfekt machen. Sollte gegen den VfB Stuttgart der Sieg (1.10) eingefahren werden, ist die ohnehin schon großartige Saison der größtmögliche Erfolg eines jeden Vereinsfußballers. Klar gehen die Stuttgarter mit einer Außenseiterquote von 7.50 in das Duell. Doch der Pokal hat seine eigenen Gesetze und so können am Ende die Schwaben diejenigen sein, die dem Starensemble doch noch Kopfschmerzen bereiten.